Natursteinsäulen: von der klassischen Architektur bis zum modernen Interieur

Die Säule gehört zu den ältesten Bauelementen überhaupt. Griechische Tempel, römische Basiliken und barocke Paläste standen auf Stein und wirken bis heute monumental. In zeitgemäßen Häusern und Hotels muss eine Säule jedoch kein bloßes Zitat der Geschichte sein. Sie kann eine Decke tragen, einen offenen Raum gliedern, einen Eingang betonen oder als Lichtskulptur aus durchscheinendem Onyx wirken. Wir zeigen, wie eine Steinsäule geplant, gefertigt und montiert wird.
Kurz zu den klassischen Säulenordnungen
Die klassische Architektur unterscheidet mehrere Säulenordnungen. Die dorische ist die schlichteste, mit massivem Schaft und schmucklosem Kapitell. Die ionische erkennt man an den Voluten – spiralförmigen Schnecken am Kapitell. Die korinthische ist die reichste, ihr Kapitell besteht aus Akanthusblättern. Eine Säule setzt sich aus Basis, Schaft und Kapitell zusammen; der Schaft ist oft leicht geschwellt (Entasis) und manchmal mit senkrechten Rillen, den Kanneluren, verziert.
Diese Regeln gelten bis heute, vor allem bei der Restaurierung historischer Gebäude und in Interieurs, die an den klassischen Stil anknüpfen. Architektonische Natursteinsäulen in diesen Proportionen wirken auch in einem Neubau harmonisch.
Tragende Säule oder Verkleidung?
Bei der Planung muss geklärt werden, ob die Säule eine Last tragen soll oder ein gestalterisches Element ist. Eine massive Säule aus einem einzigen Block trägt viel Gewicht, erfordert aber eine statische Berechnung und ein gutes Fundament. In modernen Bauten gehen wir häufiger den umgekehrten Weg: Ein Kern aus Stahlbeton oder Stahl übernimmt die Statik, und der Stein verkleidet ihn von allen Seiten.
Die Verkleidung ist leichter, schneller montiert und erlaubt auch Materialien, die als tragende Elemente nicht geeignet wären. Dekorative Natursteinsäulen können auch völlig frei stehen – als Schmuck in der Eingangshalle, im Garten oder auf der Terrasse, ganz ohne statische Funktion.
Die Wahl des Materials
Marmor ist die traditionelle Wahl für Säulen. Marmorsäulen aus weißem Carrara oder cremefarbenem Botticino wirken festlich und lassen sich fein bearbeiten, auch mit komplexen Kapitellen. Für den Außenbereich und stark beanspruchte Stellen eignen sich Granitsäulen besser, die Frost, Regen und Stößen standhalten. Travertin bringt einen warmen, mediterranen Charakter und harmoniert wunderbar mit Putz und Holz.
Eine spannende Alternative für moderne Interieurs ist Onyx. Von innen beleuchtet, wird er zum Lichtobjekt, das die Atmosphäre des ganzen Raumes verändert. Auch die Maserung zählt – den Naturstein für Säulen wählen wir so aus, dass die Zeichnung um den gesamten Umfang weiterläuft und die Fugen nicht stören.
So entsteht eine Säule in der Werkstatt
Die Fertigung beginnt mit dem Zuschnitt des Blocks in Rohlinge der gewünschten Größe. Ein runder Schaft wird auf einer CNC-Maschine gedreht, die auch Entasis oder Kanneluren mit einer Genauigkeit von Zehntelmillimetern herstellt. Eckige Säulen werden aus Platten mit Gehrungsecken zusammengesetzt, sodass die Fuge fast unsichtbar bleibt.
Kapitelle und Basen sind der anspruchsvollste Teil. Einfache Formen fräst die Maschine, verzierte korinthische Kapitelle vollendet jedoch ein Steinbildhauer von Hand. Ähnliche Techniken nutzen wir bei der Steinbildhauerei, wo Reliefs, Konsolen und Ornamente entstehen.
Die moderne Säule im zeitgemäßen Interieur
Im heutigen Wohnbau kommen Natursteinsäulen für Innenräume oft ohne Kapitell und Basis aus. Es sind klare Zylinder oder Prismen aus einer einzigen Steinsorte, die sich rhythmisch wiederholen und die Architektur eines offenen Raumes vervollständigen. Am besten kommen sie in diesen Räumen zur Geltung:
- Wohnzimmer mit hohen Decken, in denen die Säule Boden und Decke optisch verbindet,
- Hotellobbys und Empfangsbereiche, die repräsentativ wirken sollen,
- Restaurants und Weinbars, in denen Säulen die einzelnen Zonen natürlich trennen,
- Eingangshallen von Villen mit Galerie oder offener Treppe.
Das Design von Natursteinsäulen folgt in solchen Projekten dem Gesamtkonzept. Eine Säule kann das Material des Bodens aufnehmen, mit der Wand kontrastieren oder Leitungen verbergen. Häufig gewünscht sind auch integrierte Beleuchtung oder die Kombination von Stein mit Messing und Glas.
Montage und Zusammenarbeit
Säulen werden in Segmenten montiert, die mit Edelstahldornen verbunden und mit Epoxidharz verklebt werden. Die Verkleidung wird am Kern verankert, und zwischen Stein und Beton bleibt Raum für die Dehnung. Bei Außensäulen planen wir außerdem die Wasserableitung vom Kapitell und den Schutz der Basis vor Streusalz.
Alle Natursteinsäulen nach Maß fertigen wir nach Architektenplänen oder nach eigenem Entwurf nach einem Termin vor Ort. PREMIUM STONES liefert Säulen aus Naturstein für Privatvillen, Hotels, Sakralbauten und Bürogebäude. Aufträge für Natursteinsäulen Wien und Umgebung führen wir samt Montage aus, wir arbeiten aber auch in anderen Regionen und liefern Natursteinsäulen Österreich-weit. Unsere Projekte finden Sie im Bereich Steinsäulen und Kolonnaden.
Der Preis hängt von Steinart, Abmessungen, Kapitelltyp, Stückzahl und Montageaufwand ab. Ein genaues Angebot erstellen wir nach einem Beratungsgespräch. Wenn Sie einen Eingang, eine Halle oder eine Terrasse mit Säulen planen, kontaktieren Sie PREMIUM STONES – wir entwerfen eine Lösung, die auch in hundert Jahren noch steht.